Am Samstag, den 18. September 2010 war es wieder soweit. Morgens um halb 8 in Issigau, starteten Alexandra Brendel, Marco Herpich, Johannes Simon und Stefanie Dick aus unserer Jugendgruppe mit ihrem Jugendwartteam, alle mehr oder weniger ausgeschlafen, nach Helmbrechts. Denn heute war der große Tag: Jugendleistungsmarsch 2010. Der Tag auf den wir wochenlang hingearbeitet und trainiert hatten und auch öfters erst durch Meinungsverschiedenheiten auf Zielgeraden kamen. Doch hatten wir nur ein Ziel: unter die besten 10 Gruppen zu kommen!
Da standen wir nun am Feuerwehrgerätehaus in Helmbrechts. Langsam trudelten auch die anderen Wettkampfgruppen ein. Über Konkurrenz konnten wir jedoch nicht lange nachdenken, wir mussten direkt zur Startkontrolle und meldeten uns als Marschgruppe 4 der Feuerwehr Issigau mitsamt Begleitern zum Marschbeginn an. Jetzt ging’s los: Ein paar Startschwierigkeiten bei den Fragebögen holten wir schnell wieder auf. Die kommenden Übungen hatten wir schließlich ausführlich vorher geübt.
Somit waren 50 Meter Schlauchaufwickeln, Knotengestell, Zielstrahlübung mit der Kübelspritze und Mastwurf am Saugkorb im Handumdrehen erledigt und Fehlerpunkte sammelten wir so gut wie keine. Es war nun an der Zeit eine kleine Pause an der Getränkestation einzulegen, schließlich waren wir nur einige Meter von der von uns gefürchteten Übung "Strahlrohr hochziehen" entfernt. Doch diese klappte auch mit links, genauso wie die Rettungsknöten. Bei der nächsten Übung galt es sich zu beweisen, denn in unserer Lieblingsdisziplin "Saugleitung kuppeln" wollten wir natürlich mit 0 Fehlern und ohne Zeitüberschreitung glänzen und mit gutem Optimismus hatten wir die Übung ohne auch nur einen einzigen Fehlerpunkt geschafft. Wir waren auf der Zielgeraden! Jetzt blieben uns nur noch Leinenbeutel werfen und Schlauch ausrollen, was (wenn auch oft mit viel Glück) einwandfrei klappte. Nach 4km, zweieinhalb Stunden, Blasen an den Füßen und doch noch sehr guter Laune kamen wir wieder am Gerätehaus an. Jetzt hieß es warten, warten und nochmals warten, diese lange Zeit wurde uns jedoch mit vielen Leckerein wie Pommes, Bratwürsten, Kaffee und Kuchen versüßt.
Nach Startnummern gelistet wurden die Plätze 32 bis 10 verkündet. Großes Hoffen und doch auch Skepsis machten sich an unserem Tisch breit: "Die haben uns doch vergessen - warum werden wir nicht genannt?" "Waren wir so gut?" diese Fragen stellten wir uns immer öfter, doch dann kam Kreisjugendwart Rüdiger Lang zur Verlesung der Plätze 10 bis 1. Nachdem Selbitz auf Platz 10 gelandet war, gab es bei uns dann jedoch nur Vorfreude denn wie erhofft waren wir unter den 10 Besten, um genau zu sein hatten wir einen stolzen 9. Platz erreicht. Die Freude war riesengroß, leider ohne große Feierlichkeiten, machten wir uns mit einer Urkunde und viel Stolz wieder auf den Heimweg doch als Belohnung ging es dann noch in Münchberg zu McDonald’s. Alles in Allem ein wunderschöner, lustiger und spannender Tag, für den es sich gelohnt hat, so früh auf zu stehen und den wir nicht vergessen werden!Um 16.00 Uhr schlug dann die Stunde der Wahrheit: die Verkündung der Platzierungen.


